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VMware Virtual Infrastructure

Die VMware-Produktfamilie besteht aus einer breiten Palette von Tools zur Virtualisierung von Servern sowie für das Management und den Support von virtualisierten Infrastrukturen. Diese Produkte werden im Allgemeinen gebündelt und als VMware Infrastructure (VI) im Paket lizenziert. Der erweiterte Funktionsumfang setzt den Einsatz des VMware vCenter Servers vorraus.
Es sind drei VI-Produkte erhältlich:
  • VI Foundation
  • VI Standard
  • VI Enterprise.
VMware Infrastructure Foundation ist ein Virtualisierungssoftwarepaket für kleinere Umgebungen oder Remote-Umgebungen mit einzelnen VMware ESX-Servern, wie es auch für kleinere Unternehmen ohne Hochverfügbarkeitsanforderungen üblich ist. Das Foundation Paket erweitert den reinen VMware ESX um:
  • den vCenter Server-Agenten,
  • den Support für das VMware Consolidated Backup sowie
  • den VMware Update-Manager-Support.
VMware Infrastructure Standard enthält als Mehrwert zusätzlich die Lizenz für VMware High Availability (HA). Mit VMware HA können Kunden den Neustart virtueller Maschinen automatisieren, wenn diese z.B. in Folge eines Serverausfalls nicht mehr verfügbar sind. Dies ermöglicht die kostengünstige Erhöhung der Verfügbarkeit der Anwendungen, da diese von der Hardware unabhängig ist.

VMware Infrastructure Enterprise enthält ergänzend Lizenzen für:
  • VMware VMotion inklusive VMware Storage VMotion und
  • VMware Dynamic Resource Scheduling (DRS) mit VMware Distributed Power Management (DPM).
Diese Add-Ons dienen der weiteren Erhöhung der Verfügbarkeit der Applikationen sowie der Arbeitslastoptimierung. Dies macht VMware Infrastructure Enterprise zur Grundlage moderner, hoch ausfallsredundanter Rechenzentren. Als Folge der Virtualisierung profitieren Rechenzentren durch Einsparung von Kosten bei der Umstellung (Modernisierung) von Servern und Speichersystemen, da sowohl die Server als auch die Datenspeicherbereiche innerhalb des Rechenzentrums beliebig verschoben werden können. Durch die hohe Flexibilität und das vereinfachte, weitgehend automatisierte Management werden Betriebseffizienz und Service-Levels verbessert. Praktische Studien sprechen von bis zu 40% Einsparung an Kosten.

Übersicht über die VMware Infrastructure Software-Pakete

Weitere Software-Produkte

Obwohl VMware vCenter Agent Lizenzen in allen VMware Infrastructure Software-Paketen enthalten sind, wird zusätzlich der VMware vCenter (VC) Server benötigt. Die Lizenz dafür ist gesondert zu erwerben. Mit einem VC Management Server können beliebig viele VMware ESX-Server und Virtuelle Maschinen verwaltet werden.

VMware vCenter Lab Manager baut auf eine vorhandene VI3.5-Infrastruktur auf und automatisiert die Einrichtung, Erfassung, Speicherung und Freigabe von Softwarekonfigurationen mit mehreren virtuellen Maschinen (Multi-Tier-Testkonfigurationen) für ganze Entwicklungs- und Testteams. Mithilfe der freigegebenen Bibliotheken und einem freigegebenen Pool virtualisierter Server können Konfigurationen mit mehreren virtuellen Maschinen zwischen den Teams und den am Test beteiligten Einrichtungen für die Softwareentwicklung und -tests effizient verschoben und gemeinsam genutzt werden. Mit dem VMware vCenter Lab Manager kann die Bereitstellung neuer Testmaschinen auf wenige Minuten reduziert und die Rolle der IT-Abteilung bei der administrativen Steuerung der Server, Speicherressourcen und Netzwerke gestärkt werden. Durch die Unterstützung mehrerer Teams können die Unternehmen schneller Fehler reproduzieren und beheben und somit die Kosten für die Softwareentwicklung und das Debugging deutlich reduzieren.

Der VMware vCenter Site Recovery Manager dient der schnellen und zuverlässigen Ausführung eines Wiederherstellungsplanes für die virtuelle Infrastruktur nach einem Havariefall (Desaster).

VMware View (ehemals VMware Desktop Infrastructure - VDI) gestattet ein effizientes Hosting individueller Desktops als virtuelle Maschinen auf einer VMware Infrastruktur in ihrem Rechenzentrum. Mithilfe eines Remote-Desktop-Protokolls (RDP) können Anwender von einem PC oder Thin-Client auf diese Desktops zugreifen. VMware View gibt es in zwei Ausstattungsvarianten. Das VMware View Enterprise Paket besteht aus VI3.5-Lizenzen und der Lizenz für den VMware View Manager. VMware View Premier fügt die Lizenzen für den VMware View Composer (ermöglicht den Einsatz von "Linked Clones"), experimentellen Support für die Offline Desktop Funktionalität sowie die Anwendungsvirtualisierung VMware ThinApp hinzu. Wenn schon eine VI3.5-Infrastrktur mit ausreichenden Lizenzen vorhanden ist, dann genügt auch der Erwerb von entsprechenden VMware View Manager Lizenzen.

VMware ACE dient der Erstellung und dem Management von virtuellen Maschinen mit Desktop-Umgebungen auf den lokalen Unternehmens-PCs und Notebooks. Damit schützt eine zusätzliche Sicherheitsebene, die diese virtuellen Maschinen umgibt, vertrauliche Daten und Applikationen, die sich auf dem PC oder Notebook befinden. Damit wird letztlich auch das Unternehmensnetzwerk vor Malware geschützt, wenn die Mitarbeiter sich mit ihrem Notebook remote oder lokal mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden.

Der VMware vCenter Converter kann zur Automatisierung der Verlagerung von physischen Servern auf eine VMware-Infrastruktur benutzt werden. Das Tool unterstützt auch die Konvertierung von virtuellen Maschinen aus Drittanbieter-Image-Formaten zu VMware. Diese Software steht in der Starter Version mit geringerem Funktionsumfang kostenlos zur Verfügung und ist als Enterprise Version in den VMware Infrastructure Paketen enthalten.

 
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