IBH IT-Service GmbH
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Internet, Intranet und Netzwerke




(veröffentlicht in der Zeitschrift Wirtschaftsdienst,
Heft 11/1996, Industrie- und Handelskammer Dresden)


Das Thema "Internet" ist heute in aller Munde. Seitdem Internet von den Medien thematisiert wurde, gibt es wohl niemanden mehr, der das neue Schlagwort nicht kennt. Trotzdem hält sich die Nutzung des Internets, wie auch die Kenntnisse über das Internet, immer noch in bescheidenen Grenzen. Dies hat natürlich seine Ursachen. Wegen der Komplexität der Thematik können auch in diesem Beitrag nur einige wenige Aspekte behandelt werden.

Das Internet selbst ist in seinen Grundzügen Ende der sechziger Jahre in den USA entstanden. Mit der TCP/IP-Protokollfamilie entstand Mitte der siebziger Jahre der Begriff "Internet". Ende der siebziger "schwappte" das Internet auf Europa und Asien über und entwickelte sich in den achtziger Jahren im Schoße der Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zum weltweit mächtigsten öffentlichen Netzwerk. Mit den neunziger Jahren drängten folglich immer mehr kommerzielle Einrichtungen in das Internet. Es ist heute einfach das Netz der Netze.

Andere Netzstandards, wie Apple Talk, DECnet, Novell IPX und OSI werden immer mehr an die Wand gedrängt und spielen teilweise nur noch eine unbedeutende Rolle.

Das Internet ist aber nicht nur ein Kommunikationsnetzwerk, sondern wird gegenwärtig zum bedeutendsten Informationsnetzwerk. Für private, teilweise bereits klassische Online-Dienste wird es in wenigen Monaten keinen Bedarf mehr geben, oder aber sie integrieren sich vollständig in das Internet. Die Landschaft der Online-Dienste-Anbieter wird sich in den nächsten 12 Monaten grundlegend zu Gunsten des Internets verändern.

Natürlich wirft diese Entwicklung auch eine Vielzahl von Problemen auf. So gibt es z. B. noch kein "Online-Recht", aber schon die ersten Prozesse zu den Internet-Namen (Domänen-Namen). Wer mit seiner Firma beabsichtigt, in das Internet zu gehen, sollte deshalb rechtzeitig, oder besser umgehend seinen Namen bei einem Internet-Provider reservieren lassen. Ein anderer Problemkreis ist das Thema der grenzenlosen Informationsfreiheit des Internets. Soll und darf man den Informationsaustausch im Internet einschränken (= zensieren)? Da das Internet weltweit existiert, sind hier keine nationalen Alleingänge sinnvoll. Internationales Recht ist hier gefragt, um dem Mißbrauch des Internets Einhalt zu gebieten. Weiterhin spricht man in den Medien immer vom "ach so unsicheren Internet". Hier wurden in den letzten 12 Monaten mit den Firewall-Technologien erhebliche Fortschritte erzielt, so daß kein Unternehmen mehr vor dem "unsicheren" Internet Angst haben muß. Natürlich gibt es keine absolute Sicherheit, und die Kriminalität in Netzwerken ist bei weitem nicht höher als in anderen Bereichen unserer Gesellschaft. Auch die Sicherheit von Sparkassen und Banken ist nicht grenzenlos.

Das Thema Internet ist aus verschiedenen Gründen äußerst kompliziert:
  • es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Dienste und Anwendungen,
  • es gibt eine unübersehbare Menge von Informationsanbietern im Internet,
  • es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die sogenannte Internet-Zugänge verkaufen und
  • es gibt keinen Eigentümer, dem das Internet gehört,
  • der die Regeln der Internet-Nutzung aufstellt und überwacht.
Das Internet wird deshalb von der Internet-Gesellschaft ISOC mit Sitz in den USA koordiniert, in der jede interessierte Institution Mitglied werden kann. Da dies kaum noch handhabbar ist, hat die ISOC seit letztem Jahr eine nationale Untergliederung eingeführt. Alle deutschen Institutionen, Firmen, Privatpersonen, Studenten etc., die ein Interesse an der Weiterentwicklung des Internets haben, können Mitglied in der Deutschen Interessensgemeinschaft Internet, dem DIGI e. V., werden.

Bei der Wahl eines Internet-Providers zum Anschluß an das Internet sollte man besonders auf folgende Punkte achten:
  • Bereitstellung der vollständigen Internet-Dienste
  • Bereitstellung von Internet-Domänen-Namen und IP-Adressen
  • Einwahlmöglichkeit in der Ortszone bzw. Möglichkeit der Nutzung von digitalen Festverbindungen
  • Bandbreite der Anbindung des Internet-PoP (Point of Presence) an den Provider, an das Ausland und an das Wissenschaftsnetz
  • Professionalität des Anbieters
  • Zuverlässigkeit der Internet-Dienste
  • Internet-Kosten und Tarifstruktur
Was ist nun Intranet? Unter Intranet versteht man die Anwendung der Internet-Technologien zum Aufbau von firmeninternen Kommunikations- und Informationssystemen. Dabei muß kein Internet-Anschluß vorhanden sein. Es kann aus Datenschutzgründen völlig separat existieren. Ein kontrollierter Zugang zum Internet über Firewalls wird aber meistens realisiert. Auch kann das Internet als Kommunikationsinfrastruktur zwischen verschiedenen Firmenstandorten bei Einsatz entsprechender Verschlüsselungstechnologien benutzt werden (Intranet über Internet, Virtuelles Privates Netzwerk). Es hat sich also gezeigt, daß über eine einheitliche Technologie und Benutzeroberfläche sehr bequehm Internet als auch Intranet benutzt werden können. Damit ist Intranet in der Lage eine Vielzahl früherer proprietärer Informationssysteme kostengünstig ablösen.

Das IBH Ingenieurbüro Prof. Dr. Thomas Horn, gegründet 1991 als Schulungs- und Consulting-Unternehmen, ist seit 1993 im TechnologieZentrum Dresden ansässig. Seit dem 1.9.1994 stellt IBH als Internet-Service-Provider (ISP) auf der Grundlage einer Kooperation mit der Fa. Netzwerk und Telematik (NTG), Geschäftsbereich Xlink, Karlsruhe, in der City- und Regionalzone von Dresden einen kostengünstigen Zugang zum weltweit größten Computernetzwerk, dem Internet, als Xlink PoP Dresden (Point of Presence) zur Verfügung. IBH ist somit der älteste kommerzielle Internet-Service-Provider in der sächsischen Region.

Seit Anfang des Jahres unterhält IBH auch einen PoP im Technologie- und Gründerzentrum Bautzen. Jeweils ein PoP in Zittau und Görlitz werden gemeinsam mit der Fa. BWK betrieben wird. Von den PoP's werden sowohl Firmen- als auch Privatkunden bedient.

Der PoP Dresden ist seit dem 22.4.1996 über eine Festverbindung Digital 2MS (2Mbit/s) an das Internet angeschlossen. Den PoP-Kunden stehen grundsätzlich alle Internet-Dienste ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Unseren Kunden stellen wir für den Internet-Anschluß komplette Systemlösungen, incl. notwendiger Netzwerkprojektierungen, Netzwerkserver, Workstations führender Hersteller (Digital, HP, IBM und Sun) und der erforderlichen Softwareprodukte zur Verfügung. Zur Gestaltung sicherer Internet-Zugänge bei besonders zu schützenden Netzen (Krankenhäuser, Behörden etc.) setzt IBH wir als Internet-Security-Partner der Bristol Group den Firewall-1 ein. Darüberhinaus projektieren und installieren wir natürlich auch beliebige Netzwerke ohne Internet-Anschluß auf Basis der neuesten Technologien, wie z. B. mit Intranet-Technologie.

Die weiteren Support-Leistungen umfassen auch das Training der Internet-Benutzer und eine Hotline zur Fehlermeldung/Beratung sowie bei Bedarf einen Vor-Ort-Service.


Kontakt:

IBH Ingenieurbüro Prof. Dr. Thomas Horn
Gostritzer Str. 61-63
01217 Dresden
Tel. (0351) 47348671,
Fax (0351) 47348680
E-Mail: info@ibh.de